Harndrang bei Männern ab 50 Jahren

Harndrang belastet Männer über 50 häufig – Schuld ist häufig die Prostata. Sie kann sich im Alter zu einer Altersprostata entwickeln und für Beschwerden sorgen.
Harndrang bei Männern über 50 Jahren wird oftmals durch eine gutartig vergrößerte Prostata ausgelöst.

Unter Harndrang versteht man gemeinhin das natürliche Bedürfnis, die Blase zu entleeren. Und das kommt pro Tag mehrfach vor. Immerhin produzieren die Nieren täglich etwa 1-1,5 Liter Urin. Und dieser wird so lange in der Blase gesammelt, bis sie gefüllt ist und sich entsprechend bemerkbar macht.

Die Ursachen für einen unnormal gesteigerten Harndrang können sehr unterschiedlich sein:

  • Übermäßige Flüssigkeitszufuhr
  • Alkohol- oder Kaffeekonsum
  • Medikamente (Diuretika)
  • Psychische Belastungen
  • Stress
  • andere Erkrankungen

Schon wieder Harndrang?

Bei Männern über 50 Jahren ist häufiger Harndrang ein typisches Symptom für den Beginn einer gutartigen Prostatavergrößerung und beileibe keine Seltenheit: bei fast jedem 2. Mann in diesem Alter kann eine vergrößerte Prostata nachgewiesen werden.

Der schleichende Prozess der Prostatavergrößerung geht dabei einher mit dem natürlichen Alterungsprozess und kann bereits ab dem 30. Lebensjahr einsetzen. Die ersten Beschwerden, wie häufigen und nächtlichen Harndrang spüren viele Männer dann etwa ab dem 50. Lebensjahr.

Mediziner unterscheiden zwischen zwei Formen des Harndrangs:

  • Pollakisurie – es kommt zu vermehrtem Harndrang, ohne dass dabei mehr Urin ausgeschieden wird.
  • Nykturie – Harndrang tritt vor allem nachts verstärkt (mehr als 2-mal) auf.

Es ist wichtig, erste Beschwerden einer gutartigen Prostatavergrößerung frühzeitig zu behandeln. Denn so lassen sich zum einen die Beschwerden lindern und damit die Lebensqualität verbessern und zum anderen das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten.