04.04.2011

Morgens, mittags, abends, nachts – ständig drängt der Harn. Ein typisches Männerproblem, unter dem nahezu jeder zweite Mann über 50 leidet. Schuld ist meist eine mit zunehmendem Alter anwachsende Prostata (Vorsteherdrüse).
Die Gründe für die mögliche Vergrößerung der einst kastaniengroßen Drüse sind bislang nicht vollständig geklärt. Fakt ist, dass sie die Harnröhre ringförmig umschließt und diese bei Vergrößerung einengt. Folge: Häufiger, oftmals plötzlich auftretender Harndrang, begleitet von dem Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung. Kurzum: Der Betroffene wird zum geplagten Dauergast auf der Toilette. Darunter leidet natürlich seine Lebensqualität: Bei Ausflügen sucht er stets nach dem nächsten WC, beim Pokalendspiel verpasst er den entscheidenden Elfmeter und nicht zuletzt kann sich die vergrößerte Prostata auch auf die Partnerschaft und das Liebesleben auswirken. Das einst persönliche (Männer-)Problem wird dann zur Belastungsprobe des gesamten sozialen Umfelds.
Vergrößerte Prostata – Druck auf der Seele
Sexuelles Versagen als mögliche Folge einer gutartigen Prostatavergrößerung wird für viele Betroffene zur psychischen Belastung. Nicht organische Gründe sind dabei Ursache der Erektionsprobleme, sondern die psychischen Auswirkungen der quälenden Beschwerden einer Prostatavergrößerung, wie häufiger oder plötzlicher Harndrang. Unter ihnen leidet der Betroffene immens - er fühlt sich unattraktiv und sein gemindertes Selbstwertgefühl lähmt Lust und Leidenschaft.
Wieder Zeit für Zärtlichkeit
Gefangen zwischen Scham, Sorge und Selbstzweifeln sprechen die meisten Männer nicht mit ihrer Partnerin über ihr (Toiletten-)Problem. Sie ziehen sich immer mehr zurück. Und damit belastet sein häufiger Harndrang nicht nur ihn allein, sondern auch die Partnerschaft, das Zusammenleben, das gegenseitige Vertrauen und schließlich auch die Sexualität. Denn obwohl ihr seine zahlreichen Toilettengänge nicht entgehen, ist auch für sie sein Problem nun tabu. Es bedarf einer sinnvollen Lösung, die den quälenden Harndrang wirksam aber verträglich bekämpft ohne die Potenz zu beeinträchtigen. Mit der Normalität bei den Toilettengängen kehrt die Gelassenheit zurück und löst seine psychische und kommunikative Blockade. Der Weg ist wieder frei für mehr Lebensqualität und Zärtlichkeit.