Das Zusammenspiel von Prostata und Blase

Die Entwässerung des Körpers ist ein komplexer Vorgang – speziell beim Mann. Denn im Unterschied zu Frauen verfügen Männer über eine anatomische Besonderheit, die direkten Einfluss auf den Harntrakt aus Blase und Harnröhre nimmt: die Prostata.

Die Prostata (auch Vorsteherdrüse genannt) befindet sich direkt unter der Blase und umschließt die Harnröhre. In gesundem Zustand ist sie in Form und Größe mit einer Kastanie vergleichbar. In der Prostata laufen die von den Hoden kommenden Samenleiter und die Harnröhre zusammen. Beim Geschlechtsverkehr bildet die Vorsteherdrüse ein Sekret, das zusammen mit den Samenzellen das Ejakulat bildet.

Bereits ab dem 30. Lebensjahr kann es zu einer Vergrößerung der Prostata kommen, infolgedessen das Zusammenspiel von Blase, Harnröhre und Prostata empfindlich gestört werden kann. Denn wenn die vergrößerte Vorsteherdrüse die Harnröhre einengt und auf die Blase drückt, können unangenehme Probleme auftreten, z. B.:

  • häufiger und nächtlicher Harndrang,
  • verzögerter Start beim Wasserlassen,
  • mehrfach unterbrochener Harnstrahl oder
  • unangenehmes Nachträufeln.

Jeder dritte Mann über 50 Jahren leidet unter derartigen Beschwerden.

Die Ursache für das Wachstum der Prostata liegt im natürlichen Alterungsprozess. Bestimmte Hormone regen die Prostata zum Wachsen an, wobei sie die Größe einer Orange erreichen kann. Ein Vorgang, der Benigne Prostatahyperplasie (BPH) oder auch „gutartige Prostatavergrößerung“ genannt wird.