Die Harnblase fungiert als Speicher für den Urin, der in den Nieren entsteht. Von den Nieren gelangt er über die Harnleiter in die Blase, die gut geschützt auf dem Beckenboden liegt.

Beim Entleeren der Blase fließt der Urin über den Blasenhals in die Harnröhre und von dort aus dem Körper heraus. Ist die Blase gesund, lässt sich dieser Harnabgang willentlich durch das Entspannen spezieller Schließmuskeln steuern.

Das maximale Fassungsvermögen der Blase beträgt beim Erwachsenen etwa 900 bis 1500 ml. Doch schon bei Füllmengen von 250 – 550 ml (bei Frauen) bzw. 350 – 750 ml (bei Männern) verspürt man in der Regel einen starken Harndrang.

Äußere oder innere Reizungen können jedoch schon bei deutlich geringeren Füllmengen zu Harndrang oder sogar ungewolltem Harnabgang führen. Landläufig spricht man dann von einer „Reizblase".

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Was den Reiz einer Reizblase ausmacht

Die Begriffe „Reizblase“, „schwache Blase“ oder „überaktive Blase" werden meist synonym genutzt und beschreiben vor allem eines: vermehrten oder plötzlich auftretenden Harndrang – trotz geringer Blasenfüllung.

Vor allem Frauen, egal welchen Alters, werden von einer Reizblase geplagt. Bei ihnen entsteht die „Reizblase“ oftmals durch eine chronische oder akute Blasenentzündung. Letztendlich sind die anatomischen und hormonellen Besonderheiten des weiblichen Geschlechts „schuld“ daran, dass Frauen häufiger von einer Reizblase betroffen sind. Bei Männern ist eine Reizblase seltener ein Problem. Doch bei Männern ab 50 Jahren werden Reizblasenbeschwerden oft durch eine Vergrößerung der Prostata hervorgerufen.
Auch andere Beschwerden wie das Gefühl, dass die Blase nicht vollständig entleert werden konnte, unangenehmes Nachträufeln oder unfreiwilliger Harnverlust können durch eine gutartige Prostatavergrößerung ausgelöst werden.

Eine „Reizblase“ ist somit häufig nicht das eigentliche Problem, sondern „nur“ ein Symptom.

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